Das SERAMIS® Pflanz-Granulat ist ein ideales Pflanzsubstrat für alle in Erde gezogenen Grün- und Blühpflanzen. Das Granulat hat eine poröse Struktur, wodurch es Wasser und Nährstoffe aufnehmen kann, wie ein Schwamm. Dadurch kann sich jede Pflanze so viel Wasser nehmen, wie sie individuell benötigt.

Zur optimalen Pflege der Pflanze gehören das SERAMIS® Pflanz-Granulat, der SERAMIS® Gießanzeiger und die SERAMIS® Vitalnahrung für Grün- und Blühpflanzen.

  • SERAMIS® Pflanz-Granulat ist für alle Grün- und Blühpflanzen optimal geeignet.
  • Das Umtopfen mit SERAMIS® ist einfach und sauber, da die Pflanze mit dem gesamten Erdballen umtopft werden kann und man nur einen wasserdichten Topf benötigt.
  • Mit SERAMIS® können Sie zu jeder Jahreszeit umtopfen, da die Wurzeln beim Umtopfen nicht verletzt werden.
  • SERAMIS® Pflanz-Granulat besteht aus kleinen, porösen Körnchen, mit hoher Wasserspeicherfähigkeit. Deshalb muss nicht so oft gegossen werden. Die Pflanzen gedeihen prächtig, weil sie sich immer nehmen können, was sie gerade an Wasser benötigen.
  • SERAMIS® ist ein Pflanz-Granulat aus gebranntem, porösem Ton. Das Pflanz-Granulat verrottet und verdichtet nicht. Dadurch ist die Versorgung der Wurzeln mit Wasser und Sauerstoff immer gesichert. Das ermöglicht ein besonders kräftiges Wachstum und lässt Ihre Pflanzen gesund und schön aussehen.
  • Der SERAMIS® Gießanzeiger zeigt an, ob Ihre Pflanzen noch ausreichend Wasser haben oder ob nachgegossen werden muss.
  • Mit der SERAMIS® Vitalnahrung für Grün- oder Blühpflanzen werden Ihre Pflanzen gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Die Vitalnahrung ist ein Bewässerungsdünger und wird bei jedem Gießen ins Gießwasser gegeben, außer bei der SERAMIS® Vitalnahrung für Orchideen, denn Orchideen werden bei jedem 2. Gießen gedüngt, da diese im Vergleich zu anderen Pflanzen nicht so schnell wachsen.
  • Durch seine besondere Porosität schafft das SERAMIS® Pflanz-Granulat hervorragende Wachstumsbedingungen für gesunde, vitale und kräftige Pflanzen.

Jedes Tonkörnchen des SERAMIS® Pflanz-Granulats kann über 100% seines eigenen Gewichts an Wasser aufnehmen. Über die feinen Poren der Tonkörnchen werden Wasser und die Nährstoffe aus dem Dünger gleichmäßig im ganzen Topf verteilt und im Granulat gespeichert. Jede Pflanze nimmt sich so viel Wasser, wie sie individuell benötigt. Und weil SERAMIS® Pflanz-Granulat strukturstabil ist (d.h. nicht verrottet und nicht verdichtet), sind die Wurzeln immer optimal mit Sauerstoff versorgt.

Durch große Mengen an Tonablagerungen, die sich im Tertiär (vor ca. 25-40 Millionen Jahren) gebildet haben, ist der Westerwald ein klassisches Tonabbaugebiet geworden.

Basismaterial von SERAMIS® ist eine Mischung aus rot-brennenden, gebrochenen Westerwänder Tonen, die nach einem Spezialverfahren porosiert, danach getrocknet und gebrannt werden. Die Tone werden nach genau definierten Qualitätsparametern zusammengestellt.

Die Tonmengen, die für die Produktion von SERAMIS® Pflanz-Granulat benötigt werden, machen nur einen Bruchteil der Mengen aus, die von der keramischen Industrie verbraucht werden.

Der Rohton wird zuerst auf seine Qualität überprüft. Danach wird die Tonmischung mit Wasser verflüssigt und in einem speziell entwickelten Verfahren so porosiert, dass ein Porenvolumen von über 80% entsteht. Anschließend wird der Ton getrocknet, auf die gewünschte Teilchengröße gebrochen, abgesiebt und danach bei Temperaturen knapp unter 1000°C gebrannt, um die erforderliche Festigkeit zu erhalten. Durch den Brennprozess erhalten die Tonkörnchen ihre rotbraune Farbe, ohne dass Farbstoffe zugesetzt werden, weil das im Ton enthaltene Eisen oxidiert. Um das Produkt im Beutel staubfrei zu halten, wird das Fertigprodukt mit Wasser besprüht und dann verpackt.

Sowohl die verwendeten Rohmaterialien, als auch das Fertigprodukt werden regelmäßig strengen Qualitätskontrollen unterzogen.

SERAMIS® Pflanz-Granulat besteht nur aus Ton, der bei ca. 1000°C gebrannt wird.

Durch den Brennprozess wird das Pflanz-Granulat reaktionsträge und ist dadurch biologisch und chemisch neutral. Es ist somit auch frei von organischem Material.

Pilze z.B. benötigen zu ihrer Entwicklung organisches Material. Insofern können Pilze auf SERAMIS® Pflanz-Granulat nur dann wachsen, wenn organische Partikel (z.B. Erde, Algen, Pflanzenreste) vorhanden sind. SERAMIS® ist daher nur Mittler, es nimmt Wasser auf, welches Mikroorganismen wie z.B. Pilze zum Wachstum benötigen. Durch den Umtopfvorgang kommt das Granulat automatisch mit der Erde und der Pflanze in Berührung.

Werden SERAMIS® Körnchen verschluckt, empfehlen wir Ihnen, bei auffälligen Veränderungen im Verhalten Ihres Kindes/Tieres, in jedem Fall einen Arzt zu konsultieren.

Auf Anfrage schicken wir Ihnen gerne die Sicherheitsdatenblätter mit Details zum SERAMIS® Pflanz-Granulat sowie den SERAMIS® Vitalnahrungen zu.

Seit etlichen Jahren bestehen für die im Tagebau arbeitenden Tongruben strenge, gesetzliche Auflagen über die Maßnahmen zur Rekultivierung nach Beendigung der Arbeiten. Die Gruben werden entweder wieder aufgefüllt und aufgeforstet oder mit Wasser aufgefüllt und als Seen mit entsprechender Rund-um-Bepflanzung angelegt.

Die Produktionsstätte Mogendorf arbeitet nahezu abfallfrei. Fast alle im Produktionsprozess anfallenden Stoffmengen werden zu verkaufsfähiger Ware verarbeitet oder wiederverwertet.

Das zur Reinigung und Kühlung eingesetzte Wasser wird komplett wieder verwendet, so dass kein Abwasser entsteht.

Besonderer Wert wird auf einen möglichst geringen Energieaufwand gelegt. So wird die Abwärme des Ofens wiederverwertet und ein Teil der im Prozess eingesetzten Wärmeenergie aus der Abwärme des Brennprozesses gewonnen. Um die Umwelt zu schonen, wird Erdgas zur Befeuerung der Öfen verwendet.

Der Einsatz einer hochmodernen Technik ermöglicht, dass alle gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte deutlich unterschritten werden.

Das SERAMIS® Pflanz-Granulat für Zimmerpflanzen, als auch das Spezial-Substrat für Orchideen ist bei der Entsorgung unbedenklich und darf über die Biotonne (i.d.R. Kompostierung) in haushaltsüblichen Mengen entsorgt werden. Bestätigt wurde uns dies von verschiedenen angefragten Stellen wie:

  • Technischer Leiter Kompostieranlage (vom AWB Hessen)
  • AWB (Abfallwirtschaftsbetrieb) in Hessen
  • AWB in Rheinland Pfalz
  • SGD Nord (Struktur- und Genehmigungsdirektion) Rheinland Pfalz
  • LUWG (Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht) RLP Mainz

Die Argumentation, dass das Material in der Aufbereitung der Abfälle aus der Biotonne (i.d.R. Kompostierung) der Qualität des Endprodukts eher zuträglich ist, als das es ihm schaden könnte, wurde von allen mitgetragen.

Auch kann das Pflanz-Granulat zur besseren Durchlüftung in den hauseigenen Kompost eingebracht werden.

Das SERAMIS® Pflanz-Granulat kann immer wieder verwendet werden, denn es ist strukturstabil. Falls die Wurzeln Ihrer Pflanze von Schädlingen befallen wurden, können Sie die trockenen Tonkörnchen bei 180°C für 30 Minuten im Backofen erhitzen und anschließend wieder verwenden. Bei Auskristallisierungen kann einfach die oberste Granulatschicht abgenommen und gut durchgespült werden. Danach lässt sich das Pflanz-Granulat wieder verwenden.

Die gesamte SERAMIS® Produktpalette erhalten Sie in gut sortierten Baumärkten wie OBI, Hagebau, toom etc., in großen Gartencentern und Gärtnereien sowie im Lebensmitteleinzelhandel.

Des Weiteren können Sie SERAMIS® auch online, z.B. unter www.amazon.de, erhalten.

Das optimale Verhältnis von SERAMIS® Pflanz-Granulat zur Erde beträgt 2/3 zu 1/3. Haben Sie dieses Pflanzverhältnis eingehalten, beträgt die optimale Gießmenge ca. 1/4 des Topfvolumens.

Nachstehend ein paar Gießbeispiele für die optimale Gießmenge (¼ des Topfvolumens):

Topfhöhe und DurchmesserTopfinhalt ca.max. Gießmenge*
12 cm 1 l ¼ l
14 cm 2 l ½ l
18 cm 4 l 1 l
25 cm 12 l 3 l

*1/4 des Topfvolumens

Zur Bestimmung des richtigen Gießzeitpunktes verwenden Sie bitte den SERAMIS® Gießanzeiger. Dieser wechselt erst ca. 2-4 Stunden nach dem Gießvorgang von rot auf blau. Gießen Sie die Pflanze erst wieder, wenn das Anzeigefeld des Gießanzeigers "rot" ist. Ist es "blau", dann ist noch genügend Feuchtigkeit im Granulat und im Erdballen gespeichert, so dass noch nicht gegossen werden muss.

Ein Tipp: Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Pflanzen nicht "übergießen". Die Gießintervalle verlängern sich deutlich durch den Einsatz von SERAMIS®. Gießen Sie daher erst wieder, wenn der Gießanzeiger komplett "rot" anzeigt.

Die Pflanzen müssen, je nach Wachstum der Pflanze, von Zeit zu Zeit umgetopft werden. Dies merken Sie z.B. daran, wenn das Verhältnis von Pflanze zu Topf nicht mehr stimmt, d.h. die Pflanze zu groß für den Topf geworden ist, Wurzeln aus dem Topf herauswachsen und das Gießwasser nur schwer in das Pflanz-Granulat eindringt. Dann ist es Zeit, die Pflanze umzutopfen. Nehmen Sie die Pflanze mit dem gesamten Wurzelballen aus dem alten Topf, setzen sie in ein deutlich größeres Gefäß und füllen das restliche Volumen mit frischem SERAMIS® Pflanz-Granulat auf. Nach dem Umzug in einen neuen, deutlich größeren Topf, ist die Pflanze durch die Zugabe von neuem SERAMIS® wieder länger mit Wasser versorgt.

Das SERAMIS® Pflanz-Granulat ist strukturstabil, d.h. es altert und verdichtet nicht und muss daher nicht wie Erde ausgewechselt werden. Die Pflanze muss erst umgetopft werden, wenn sie zu groß für den Topf geworden ist oder das Gießwasser nur noch langsam in den Topf eindringt. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Topf sehr stark durchwurzelt ist und die Pflanze mehr Raum benötigt. Der vorhandene SERAMIS®-Wurzelballen wird dann einfach in einen deutlich größeren Topf gesetzt und mit neuem Granulat weiter aufgefüllt.

Stehen die Gefäße direkt im Freien, müssen sie mit einem Loch versehen sein, damit überschüssiges Regenwasser abfließen kann. Sie können auch geschlossene Gefäße mit mehreren Löchern versehen, z. B. in einer Höhe von 3-6 cm. Diese Öffnungen dienen dann als Abfluss für überschüssiges Wasser und die Fläche unterhalb der Löcher als zusätzlicher Wasserspeicher. Damit der Wurzelballen nicht „im Wasser steht“ am besten das Gefäß mindestens bis zur Lochhöhe mit SERAMIS® auffüllen. Löcher im Gefäßboden bitte unbedingt mit einer Tonscherbe abdecken, damit nur das überschüssige Wasser, nicht aber das Granulat ausgespült wird.

Wichtig: Wird SERAMIS® in offenen Gefäßen verwendet, müssen diese unbedingt auf einem Untersetzer stehen, um das überschüssige, rötlich gefärbte Gießwasser aufzufangen. Die Einfärbung entsteht durch das Ausschwemmen roter Staubpartikel, die in den Poren durch den Brennprozess enthalten sind. Dieses Ausschwemmen tritt bei den ersten Gießvorgängen verstärkt auf und wird dann nach und nach schwächer.

SERAMIS® kann auch im Außenbereich bzw. in Balkonkästen eingesetzt werden, bitte beachten Sie dabei folgende Punkte:

Stehen die Gefäße direkt im Freien, müssen sie mit einem Loch versehen sein, damit überschüssiges Regenwasser abfließen kann. Sie können auch geschlossene Gefäße mit mehreren Löchern versehen, z. B. in einer Höhe von 3-6 cm. Diese Öffnungen dienen dann als Abfluss und die Fläche unterhalb der Löcher als zusätzlicher Wasserspeicher. Damit der Wurzelballen nicht „im Wasser steht“, füllen Sie am besten das Gefäß mindestens bis zur Lochhöhe mit SERAMIS® auf. Löcher im Gefäßboden bitte unbedingt mit einer Tonscherbe abdecken, damit nur das überschüssige Wasser, nicht aber das Granulat ausgespült wird.

Wichtig: Wird SERAMIS® Pflanz-Granulat in offenen Gefäßen bzw. Balkonkästen verwendet, müssen diese unbedingt auf einem Untersetzer stehen oder mit einem Auffangbehälter versehen sein, um das überschüssige, rötlich gefärbte Gießwasser aufzufangen. Die Einfärbung entsteht durch das Ausschwemmen roter Staubpartikel, die in den Poren enthalten sind. Dieses Ausschwemmen tritt bei den ersten Gießvorgängen verstärkt auf und wird dann nach und nach schwächer.

Ihre Balkon- und Terrassenpflanzen benötigen zum optimalen Wachstum eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen. Düngen Sie deshalb Ihre Pflanzen wahlweise mit SERAMIS® Vitalnahrung für Grün- bzw. Blühpflanzen bei jedem Gießen. Sie können das SERAMIS® Pflanz-Granulat auch mit Blumenerde mischen. Durch die Zugabe von SERAMIS® Outdoor Pflanzgranulat erreichen Sie, dass die Blumenerde locker bleibt, der Wurzelballen dadurch besser durchlüftet und die Wasseraufnahme erhöht wird. Düngen können Sie mit der SERAMIS® Vitalnahrung für Balkonpflanzen, diese enthält alle für die Pflanzen wichtigen Haupt- und Spurennährstoffe. So sind Ihre Pflanzen optimal versorgt.

Hinweis: Seit Anfang 2015 wurde das SERAMIS® Sortiment um neun Outdoor-Produkte erweitert. Darunter befinden sich acht Produkte bestehend aus torffreier Premiumerde und SERAMIS® Pflanz-Granulat. Für ambitionierte Hobbygärtner gibt es zusätzlich noch ein vorgedüngtes Outdoor-Pflanzgranulat. Dieses eignet sich hervorragend zum Mischen mit Erde oder Kompost. Das neue Sortiment umfasst auch eine Balkonpflanzenerde, die bereits SERAMIS® Pflanz-Granulat enthält, um den Wasserspeicher zu erhöhen.

SERAMIS® Pflanz-Granulat ist strukturstabil. Jedoch kann es beim Einwirken von mehreren Frostzyklen bei einem feuchten Boden zu einer geringfügigen Beeinträchtigung der Produktqualität kommen.

Das Produkt verliert aber nicht seine Eigenschaften, wie z.B. die hohe Wasserspeicherfähigkeit. Winterfeste Pflanzen können daher, wenn sie nur mäßigem Frost ausgesetzt sind, ohne Bedenken in SERAMIS® kultiviert werden. Wichtig ist es jedoch, darauf zu achten, dass sich im Gefäß kein Wasser sammeln kann und der Übertopf somit nicht rissig wird. Das Pflanzgefäß sollte in jedem Fall gut ummantelt werden (z.B. Luftpolsterfolie), damit die Pflanzenwurzeln nicht erfrieren.

Auch Kakteen gedeihen gut in SERAMIS®. Sie bevorzugen einen lockeren und luftdurchlässigen Boden, wie ihn SERAMIS® Pflanz-Granulat garantiert. Da Kakteen häufig ein flaches Wurzelwerk haben, ist es wichtig, für eine ausreichende Standfestigkeit zu sorgen (evtl. fixieren).

Beim Gießen sind Besonderheiten zu beachten. Kakteen haben, im Vergleich zu anderen Kulturpflanzen, einen reduzierten Wasserbedarf. Während der Wachstums- und Blütezeit können Sie nach dem Gießanzeiger gießen, allerdings mit etwas reduzierter Wassermenge. Im Winter und während der Ruhezeit sollten die Kakteen an einen kühlen Ort gestellt werden. Das Gießen sollten Sie dann einstellen. Bleiben die Kakteen in beheizten Räumen stehen, ist das Pflanz-Granulat von Zeit zu Zeit anzufeuchten (nicht nach Gießanzeiger gießen!).

Sukkulente Pflanzen, wie z.B. der Elefantenfuß, gedeihen auch in Seramis sehr gut, eine spezielle Kakteenerde ist nicht erforderlich. Beim Umtopfen eines Elefantenfußes ist es jedoch wichtig, dass die Substratoberfläche nur leicht mit Pflanz-Granulat bedeckt wird (ca. 0,5-1 cm), damit der freiliegende Teil des Stammes nicht zu stark bedeckt wird. Außerdem sollte vorsichtig gegossen werden, damit beim Gießen der Stamm nicht feucht wird.

Sie können problemlos Kräuter und Gemüse in SERAMIS® topfen. Das Granulat besteht aus hochwertigen Tonen und wird bei knapp unter 1000°C gebrannt. SERAMIS® zeichnet sich durch seine hohe Porosität und die damit verbundene hohe Wasserspeicherfähigkeit aus. Pflanzen in SERAMIS® müssen daher seltener gegossen werden als Erdpflanzen.

Umtopfen: Für das Umtopfen benötigen Sie zunächst einmal einen passenden, wasserdichten Topf in beliebiger Form, ausreichend SERAMIS® Pflanz-Granulat, einen Gießanzeiger pro Topf und Dünger (SERAMIS® flüssige Vitalnahrung für Grün- bzw. Blühpflanzen).

Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf. Füllen Sie den neuen, etwas größeren Topf zu 1/3 mit dem SERAMIS® Pflanz-Granulat. Setzen Sie die Pflanze mit dem Erdballen hinein und füllen Sie den Topf mit Granulat auf. Stecken Sie den SERAMIS® Gießanzeiger bis zum unteren Rand des Anzeigefeldes in den Wurzelbereich der Pflanze.

Gießen: Haben Sie das optimale Pflanzverhältnis von 2/3 SERAMIS® zu 1/3 Erde eingehalten, beträgt die optimale Gießmenge ca. 1/4 des Topfvolumens.

Nach dem Gießvorgang wechselt der Gießanzeiger, je nach Topfgröße, erst nach ca. 2-4 Stunden von rot auf blau. Die Geschwindigkeit des Farbumschlags ist abhängig von der Topfgröße.

Düngen: Das Pflanz-Granulat enthält nur eine geringe Nährstoffmenge. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Pflanzen regelmäßig bei jedem Gießen mit der SERAMIS® Vitalnahrung für Grün- bzw. Blühpflanzen zu düngen. Der SERAMIS® Dünger ist ein sogenannter Bewässerungsdünger, er ist optimal auf das Granulat abgestimmt und daher niedriger konzentriert.

Alle Pflanzen benötigen für ein optimales Wachstum außer dem richtigen Standort auch eine ideale Nährstoffversorgung. Deshalb muss unbedingt gedüngt werden, auch Kräuter. Der SERAMIS® Dünger ist ein mineralischer Dünger. Er ist nicht schädlich, sondern dient lediglich der optimalen Ernährung der Pflanze. Sie können deshalb ohne Bedenken die in SERAMIS® gepflanzten Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Gemüse usw. verzehren. Außerdem ist es möglich direkt in SERAMIS® auszusäen. Nähere Information über das Aussäen in SERAMIS® finden Sie unter dem Punkt: Kann in SERAMIS® auch ausgesät werden?

Pflegeleicht und (küchen-)hygienisch gedeihen die Kräuter in wasserspeicherndem Pflanz-Granulat.

Sie können Ihre Bananenpflanzen problemlos in SERAMIS® topfen.

Bitte beachten Sie den entsprechenden Pflegeanspruch in Bezug auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht.

Die Pflanze benötigt im Winter eine Ruhephase, in der sie kühl und hell stehen sollte. Besteht jedoch nicht die Möglichkeit, die Pflanze in einer kühlen Umgebung zu platzieren, kann ganz normal gegossen und gedüngt werden. Im Sommer fühlen sich die Pflanzen draußen sehr wohl.

Bitte verwenden Sie zum Düngen die SERAMIS® flüssige Vitalnahrung für Grünpflanzen. Im Sommer düngen Sie bitte bei jedem Gießen, im Winter nur bei jedem zweiten Gießen, wenn die Pflanze an einem kühlen Ort steht.

Die optimale Gießmenge beträgt – haben Sie das Umtopfverhältnis von 2/3 SERAMIS® Pflanz-Granulat zu 1/3 Erdballen eingehalten – ¼ des Topfvolumens. Dies ist die maximale Wassermenge, die das Granulat speichern kann – und so bekommt Ihre Pflanze auch keine nassen Füße.

Sie können Ihre Zitruspflanzen problemlos in SERAMIS® topfen.

Bitte beachten Sie die jeweiligen Pflegeansprüche in Bezug auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht.

Die Pflanze benötigt im Winter eine Ruhephase, in der sie kühl und hell stehen sollte. Im Sommer fühlen sich Zitruspflanzen auch draußen sehr wohl.

Bitte verwenden Sie zum Düngen die SERAMIS® flüssige Vitalnahrung für Blühpflanzen. Im Sommer düngen Sie bitte bei jedem Gießen, in der Ruhephase im Winter nur bei jedem zweiten Gießen.

Die optimale Gießmenge beträgt ¼ des Topfvolumens, wenn das ideale Pflanzverhältnis von 2/3 SERAMIS® Pflanz-Granulat zu 1/3 Erdballen eingehalten wurde. Diese Gießmenge ist die maximale Wassermenge, die das Granulat speichern kann. Wird mehr gegossen bekommt Ihre Pflanze „nasse Füße“ und die Wurzeln beginnen zu faulen.

SERAMIS® eignet sich hervorragend zum Aussäen und Anziehen von Stecklingen oder Ablegern, da weder für die Auskeimung noch für die Wurzelbildung Erde erforderlich ist. Viel wichtiger und wesentlicher ist für den Keimprozess eine kontinuierliche Feuchtigkeit des Substrats. Die Ableger z.B. können mit ihren schwach ausgebildeten Wurzeln direkt in SERAMIS® eingepflanzt werden und die Stecklinge werden einfach nur in das feuchte Granulat gesteckt.

Wichtig ist, dass Sie das Granulat mit den Stecklingen bzw. Ablegern feucht, aber nicht nass halten (am besten setzen Sie den SERAMIS® Gießanzeiger ein) und die Stecklinge oder Ableger hell und warm stehen. Ein optimales Kleinklima mit hoher, aber nicht zu hoher Luftfeuchtigkeit ist für die noch wurzellosen Stecklinge wichtig, ansonsten verlieren diese sehr viel Flüssigkeit über die vorhandenen Blätter. Ideal ist ein Minigewächshaus, denn in diesem können Sie die Luftfeuchtigkeit gut regulieren.

Wenn die Stecklinge bewurzelt sind bzw. die Keimlinge bereits die ersten Laubblätter ausgebildet haben, dann ist es wichtig mit der Düngung zu beginnen. Verwenden Sie aber zu Beginn nur die Hälfte der angegebenen Konzentration. Ideal ist die SERAMIS® flüssige Vitalnahrung für Grün- oder Blühpflanzen, da diese speziell auf das SERAMIS® Pflanz-Granulat abgestimmt ist und Ihre Pflanzen so optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden.

Ja. Die Stecklinge können, insbesondere wenn es sich um Stecklinge hartlaubiger Gewächse, wie zum Beispiel Ficus benjamina, handelt, direkt in das Pflanz-Granulat gesteckt werden. Besitzen Stecklinge sehr große Blätter, sollten diese vor dem Stecken noch eingekürzt oder eingerollt werden, um die Verdunstung zu reduzieren. Ansonsten verliert der Steckling zu viel Feuchtigkeit. Da er noch keine Wurzeln ausgebildet hat, kann er das verlorene Wasser nicht aufnehmen.

Nach dem Stecken ist das Pflanz-Granulat recht feucht zu halten. Je nach Pflanzenart kann es von Vorteil sein, wenn Sie ein Bewurzelungsmittel benutzen. Außerdem ist es hilfreich über die Pflanze eine gelochte Plastiktüte zu stülpen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen oder aber Sie verwenden ein Minigewächshaus.

Die Stecklinge können aber auch zunächst in Wasser bewurzelt werden. Wenn die Stecklinge dann Wurzeln von 4-5 cm Länge gebildet haben, können Sie diese problemlos in SERAMIS® einpflanzen. Die Verwendung von Erde ist nicht erforderlich. Mit dem Düngen der Pflanzen beginnen Sie, nachdem der Steckling die ersten Wurzeln gebildet hat. Verwenden Sie aber zu Beginn nur die Hälfte der angegebenen Konzentration. Ideal zum Düngen ist die SERAMIS® flüssige Vitalnahrung für Grün- oder Blühpflanzen, da diese speziell auf das SERAMIS® Pflanz-Granulat abgestimmt ist und Ihre Pflanzen somit optimal mit allen wichtigen Haupt-und Spurennährstoffen versorgt werden.

Das SERAMIS® Pflanz-Granulat eignet sich auch hervorragend für Aussaaten, da es wenige Nährstoffe enthält und zudem Wasser in den feinen Poren speichern kann. Ideale Bedingungen also für Keimlinge. Die verwendeten Samen sollten jedoch nicht zu fein sein, da diese ansonsten durch die körnige Struktur des Granulates nach unten rutschen können. Von Vorteil ist es, wenn Sie das Pflanz-Granulat relativ feucht halten und zur Erhöhung der Luftfeuchtfeuchtigkeit eine Plastiktüte über die Aussaaten stülpen oder direkt ein Minigewächshaus verwenden. Achten Sie aber darauf, dass Sie regelmäßig lüften. Zudem ist eine optimale Temperatur im Wurzelbereich sehr wichtig, gerade dann, wenn man sich dazu entschließt, in den Wintermonaten auszusäen (z.B. in dem die Aussaaten auf der Heizung platziert werden). Mit dem Düngen beginnen Sie nachdem die Wurzelbildung der Sämlinge eingesetzt hat. Verwenden Sie zunächst aber nur die Hälfte der angegebenen Dünger-Konzentration. Für Aussaaten feinkörniger Samen verwenden Sie am besten die SERAMIS® Aussaaterde, da die Samen zwischen den SERAMIS®-Körnchen durchrutschen und ungleichmäßig keimen würden.

Damit das Aussäen gelingt, ist es wichtig, die Gebrauchsanweisung auf der Saatgut-Verpackung zu beachten, denn je nach Samenart können folgende Punkte variieren:

  • Vorbehandlung: Um die Keimung auszulösen muss eine Vorbehandlung (z. B. durch Anritzen oder Vorquellen in temperiertem Wasser) der Samen erfolgen, vor allem bei Samen, die von einer sehr harten Samenschale umhüllt sind.
  • Keimdauer: Die Keimdauer ist ebenfalls sehr unterschiedlich und hängt von der Samenart ab. In der Keimphase muss sichergestellt werden, dass der Samen nicht austrocknet, da ansonsten die Keimung nicht stattfindet.
  • Saattiefe: Es ist wichtig, die Saattiefe zu beachten, denn diese gibt unter anderem auch Auskunft darüber, ob es sich um einen sogenannten Licht- oder Dunkelkeimer handelt. Es gibt auch Dunkelkeimer, deren Samen auf das Substrat aufgestreut werden und anschließend z.B. mit einem Karton abgedeckt werden sollten.
  • Aussaattermin: Durch die Einhaltung des optimalen Aussaattermins ist eine höhere Keimrate zu erwarten. In der Regel sind die optimalen Aussaattermine im Frühjahr, da die höhere Lichtintensität und die zunehmenden Temperaturen die Keimung günstig beeinflussen.
  • Keimfähigkeit: Die Angabe über die Keimfähigkeit gibt Aufschluss über die Anzahl der Samen, die auskeimen können. Denn in der Regel gibt es keine 100%ige Keimfähigkeit, da Saatgut ein natürliches Produkt ist und somit auch Schwankungen unterliegen kann.
  • Wenn die Sämlinge eine Größe von ca. 8-10 cm erreicht haben, werden diese vereinzelt und in Töpfe pikiert (umgetopft). Der Sämling kann komplett in das Pflanz-Granulat getopft werden. Durch die idealen physikalischen Eigenschaften von SERAMIS® ist der Sämling optimal versorgt - auch ohne Erde. Der Einsatz von Erde ist daher nicht erforderlich.
  • Der SERAMIS® Gießanzeiger wird nach dem Umtopfen des Sämlings vom Minigewächshaus in einzelne Töpfe in den Wurzelbereich gesteckt.
  • Für das optimale Wachstum benötigt der Sämling jetzt eine gute Nährstoffversorgung. Wenn die Wurzelbildung des Sämlings eingesetzt hat, sollte daher unbedingt mit der Düngung begonnen werden. Ideal für die Düngung ist die SERAMIS® Vitalnahrung für Grün- bzw. Blühpflanzen, denn die Vitalnahrung ist auf das Pflanz-Granulat abgestimmt und enthält alle für die Pflanze wichtigen Haupt- und Spurennährstoffe. Verwenden Sie aber zu Beginn nur die Hälfte der angegebenen Konzentration.
  • Die ideale Gießmenge beträgt 1/4 des Gefäßvolumens (z. B. 100 ml SERAMIS® = 25 ml Gießwasser).
  • Für ein optimales Pflanzenwachstum sind, neben dem Einsatz eines guten Substrats, auch noch die Beachtung der Kulturansprüche der jeweiligen Pflanze sehr wichtig, wie z.B. Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Standort usw.

In Wasser bewurzelte Stecklinge

  • Der bewurzelte Steckling kann komplett in das Pflanz-Granulat ohne Erde getopft werden. Durch die idealen physikalischen Eigenschaften von SERAMIS® ist der Steckling optimal versorgt. Der Einsatz von Erde ist nicht erforderlich.
  • Der SERAMIS® Gießanzeiger wird nach dem Umtopfen des Stecklings in einen Topf in den Wurzelbereich gesteckt.
  • Für das optimale Wachstum benötigt der bewurzelte Steckling jetzt eine gute Nährstoffversorgung. Ideal für die Düngung ist die SERAMIS® Vitalnahrung für Grün- bzw. Blühpflanzen, denn die Vitalnahrung ist auf das Pflanz-Granulat abgestimmt und enthält alle für die Pflanze wichtigen Haupt- und Spurennährstoffe. Verwenden Sie aber zu Beginn nur die Hälfte der angegebenen Konzentration.
  • Die ideale Gießmenge beträgt 1/4 des Gefäßvolumens (z. B. 100 ml SERAMIS® = 25 ml Gießwasser).
  • Für ein optimales Pflanzenwachstum sind, neben dem Einsatz eines guten Substrats, auch noch die Beachtung der Kulturansprüche der jeweiligen Pflanze sehr wichtig, wie z.B. Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Standort usw.

Ein weißer Belag auf dem SERAMIS® Pflanz-Granulat kann zum Einen eine Auskristallisierung von Salzen sein und zum Anderen kann es sich auch um ein Schimmelpilzwachstum handeln. Beides unterscheidet sich wie folgt:

  • Auskristallisierungen sind weiß (zuckerwatteartig), lassen sich in der Regel gut abkratzen und sind in der Regel wasserlöslich.
  • Schimmelpilze sind an einem watteartigen, grau-weißen Geflecht zu erkennen, welches sich schmierig anfühlt, wenn man es zwischen den Finger hin und her reibt.

Beides ist für die Pflanze nicht schädlich, es sieht jedoch unschön aus.

Auskristallisierungen entstehen durch die Verdunstung von Wasser an der Substratoberfläche. Denn die im Wasser gelösten Salze aus der Düngerlösung, dem Erdballen und aus dem Gießwasser wandern an die Substratoberfläche. Dort verdunstet das Wasser, die Salze bleiben an der Substratoberfläche zurück und reichern sich an. Sie bilden mit der Zeit eine zuckerwatteartige Struktur aus.

Die Auskristallisierungen treten besonders bei hartem Gießwasser (enthält viel Kalk) in Verbindung mit zu feuchtem Granulat auf. Steht Ihnen nur hartes Wasser zur Verfügung, können Sie durch Maßnahmen wie Abkochen, Einhängen eines Torfsäckchens und Mischen des Gießwassers mit Regenwasser die Wasserhärte verringern.

Bereits entstandene Auskristallisierungen „zerfallen“ dadurch, dass das Granulat leicht hin und her bewegt wird. Auch kann die oberste Granulatschicht entfernt und durch neues Granulat ersetzt werden. Eine weitere Möglichkeit ist das Abspülen des Granulats mit Wasser, welches dann anschließend wieder eingesetzt werden kann.

Schimmelpilze: SERAMIS® besteht aus gebranntem Ton. Durch den Brennprozess bei knapp unter 1000°C wird das Granulat sehr reaktionsträge. Für Pilze bietet es keinen Nährboden, sondern es dient lediglich als Träger und Transporteur von Wasser, welches dadurch an die Substratoberfläche gelangt. Dies bedeutet SERAMIS® ist nur Mittler, es nimmt Wasser auf, welches Mikroorganismen wie z.B. Pilze zum Wachstum benötigen. Im Erdballen der Pflanze und auf der Pflanze selbst können jedoch neben anderen Stoffen auch Schimmelpilze enthalten sein, die, bei zu feuchtem Granulat in Verbindung mit organischem Material, auskeimen können. Dies gilt im Übrigen auch für die Schimmelsporen, die in der normalen Raumluft vorhanden sind.

Treten Schimmelpilze auf, sollte das befallene Pflanz-Granulat entfernt, durch neues ersetzt und dieses trockener gehalten werden.

Bitte beachten Sie die optimale Gießmenge: Haben Sie beim Umtopfen das Verhältnis 1/3 Erdballen zu 2/3 SERAMIS® berücksichtigt, beträgt die optimale Gießmenge 1/4 des Topfvolumens. Gießen Sie die Pflanze erst wieder, wenn das Anzeigefeld des Gießanzeigers komplett "rot" ist. Nach dem Gießvorgang wechselt der Gießanzeiger erst nach ca. 2-4 Stunden von rot auf blau. Zeigt er "blau", ist noch genügend Feuchtigkeit gespeichert und es muss nicht gegossen werden.

Sollten Sie dennoch Bedenken haben, das Substrat weiter zu verwenden, sind wir gerne bereit, Ihnen den Beutel umzutauschen. Bitte setzen Sie sich diesbezüglich mit uns in Verbindung, um eine schnelle Abwicklung sicherzustellen:

Seramis GmbH

Am Bollscheid 50

56424 Mogendorf

info@seramis.com

Die Ursache für einen grünen Belag auf dem SERAMIS® Pflanz-Granulat ist Algenwachstum. Algensporen können aus dem Gießwasser und/oder dem Erd-/Wurzelballen stammen. Treffen sie auf günstige Bedingungen, insbesondere feuchtes, nährstoffhaltiges Substrat und ausreichend Licht, keimen sie und bilden einen grünen Belag. Dieser Belag schadet zwar den Pflanzen nicht, er sieht aber unschön aus. Eine Algenbildung zeigt sich mit der Zeit häufig, wenn in Glasgefäße getopft wurde, da durch die Lichtdurchlässigkeit die Wachstumsbedingungen für Algen besonders ideal sind.

Sie können den Belag entfernen, indem Sie die grünen Körnchen durch neues SERAMIS® Pflanz-Granulat ersetzen. Achten Sie darauf, dass Sie die Pflanzen nicht zu feucht halten, denn das begünstigt das Algenwachstum. Wichtig: Lassen Sie die oberste Pflanz-Granulatschicht immer abtrocknen.

Der SERAMIS® Gießanzeiger misst die Feuchtigkeit im Erdwurzelballen der Pflanze. Daher sollte er nach dem Umtopfen der Pflanze bis zum Anzeigefeld in den Wurzelballen gesteckt werden. Durch eine Öffnung im unteren Teil des Gießanzeigers besteht ein Kontakt zwischen Wurzelballen und Vlies. Ist der Wurzelballen feucht, signalisiert die Anzeige "blau". Trocknet das Pflanz-Granulat bzw. der Erdballen durch die Wasseraufnahme der Pflanze aus, gelangt kein Wasser mehr in den Gießanzeiger und die Farbe schlägt auf "rot" um.

Der Gießanzeiger ist ein Feuchtefühler und gibt daher den Gießzeitpunkt an, nicht aber die Gießmenge. Diese richtet sich nach dem Topfvolumen und beträgt bei einem optimalen Pflanzverhältnis von 1/3 Erde zu 2/3 SERAMIS® Pflanz-Granulat ein Viertel des Topfvolumens. Nach dem Gießen der Pflanze benötigt der Gießanzeiger, je nach Topfgröße, ca. 2-4 Stunden für den Farbumschlag auf "blau".

Der Farbumschlag erfolgt durch ein im Display integriertes Prisma, d.h. durch Lichtbrechung erkennt das menschliche Auge die blaue Farbe, wenn das Spezialpapier feucht ist oder die rote Farbe, wenn das Spezialpapier trocken ist. Nun kann es sein, dass, je nach Lichteinfall, bei einer Blaufärbung noch leicht im Hintergrund die Farbe Rot durchscheint. Wichtig ist jedoch grundsätzlich, dass erst wieder gegossen wird, wenn das Display komplett rot anzeigt.

Bitte ziehen Sie keinesfalls den Gießanzeiger zum Ablesen aus dem Topf, damit das empfindliche Vlies, welches im unteren Teil des Gießanzeigers zu sehen ist, nicht beschädigt wird. Denn ist das Vlies beschädigt, erfolgt kein Farbumschlag mehr, so dass der Gießanzeiger ersetzt werden muss.

Je nach Wasserbedarf der in Seramis getopften Pflanze kann es tatsächlich eine gewisse Zeit dauern, bis der Farbumschlag von blau auf rot erfolgt.

Am besten funktioniert der Gießanzeiger im Erdballen, da dieser kompakter ist und somit ein optimaler Kontakt zwischen Erde und Gießanzeiger hergestellt werden kann. Wenn er direkt in Seramis platziert wird, funktioniert er zwar auch, aber leicht eingeschränkt, da kein Seramis-Korn auf dem anderen liegt und so Zwischenräume entstehen können.

Die Lebensdauer der SERAMIS® Gießanzeiger ist begrenzt und stark abhängig von der Qualität des Gießwassers.

Bei sehr kalkhaltigem Wasser lagert sich mit der Zeit Kalk auf dem Glasfaserpapier ab, wodurch der Farbumschlag behindert werden kann. Ist dies der Fall, sollte der Gießanzeiger durch einen Neuen ersetzt werden.

Tipp: Sollten Sie sehr hartes Gießwasser haben, können Sie dieses mit Regenwasser oder mit Wasser aus einem handelsüblichen Wasserenthärter mischen oder einfach über Nacht ein mit Torf gefülltes Säckchen in das Gießwasser hängen (Der Torf entzieht dem Wasser Kalk).

Auch können sich im Anzeigefeld Huminsäuren (natürliche Bestandteile der Erde) ablagern, die das Glasfaserpapier braun-schwarz färben, Das Ablesen wird dadurch erschwert, so dass der Einsatz eines neuen Gießanzeigers zu empfehlen ist.

Haben Sie Bedenken, dass der Gießanzeiger nicht korrekt anzeigt? Dann können Sie diesen ganz leicht selbst überprüfen:

Wechselt Ihr Gießanzeiger die Farbe nicht von blau auf rot, überprüfen Sie die Ablesbarkeit am besten durch ein Austrocknen des Gießanzeigers: Dazu nehmen Sie den Gießanzeiger aus dem Topf und legen ihn an einen warmen Ort, wo er austrocknen kann (mindestens einen Tag lang). Er sollte nun "rot" anzeigen. Falls das nicht der Fall ist, ist der Gießanzeiger defekt.

Falls Ihr Gießanzeiger die Farbe nicht von rot auf blau wechselt, überprüfen Sie die Funktion und die Ablesbarkeit am besten durch den sogenannten Wasserglastest: Hierfür stellen Sie den Gießanzeiger mit „rotem“ Display in ein mit Wasser gefülltes Glas. Spätestens nach einer halben Stunde sollte er von rot auf blau umschlagen. Falls das nicht der Fall ist, ist der Gießanzeiger defekt und kann nicht mehr eingesetzt werden.

Das neue SERAMIS® Spezial-Substrat für Orchideen ist eine Mischung aus größeren Tonkörnchen und hochwertiger Pinienrinde. Die Mischung von SERAMIS® mit Pinienrinde besteht aus unterschiedlich großen Bestandteilen und dadurch entstehen Zwischenräume. Dies kann zum Einen dazu führen, dass die Kontaktfläche zwischen Glasfaserpapier und Substrat geringer ist oder aber überhaupt keine Kontaktfläche besteht. Dadurch ist die optimale Funktion des Gießanzeigers nicht mehr gewährleistet und das Anzeigefeld des Gießanzeigers schlägt nach dem Gießen z.B. nicht von rot auf blau um.

Wir empfehlen aus diesem Grund, die Orchidee in einen Topf mit Abzugsloch zu pflanzen, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann.

Ja. Der SERAMIS® Gießanzeiger kann auch die Feuchtigkeit der Erde messen und hier ebenso den Gießzeitpunkt durch einen Farbumschlag von blau auf rot anzeigen. Denn normalerweise steckt der Gießanzeiger auch beim Umtopfen der Pflanze in SERAMIS® im Erdballen. So sind Ihre Pflanzen in SERAMIS® immer optimal mit Wasser versorgt.

Falls Sie keinen Gießanzeiger verwenden wollen, können Sie sich an der Farbe der Tonkörnchen orientieren, denn trockenes Granulat hat eine hellere Farbe als feuchtes. Wenn die oberen 1-3 cm des Pflanzbodens, je nach Topfgröße, abgetrocknet sind, sollten Sie Ihre Pflanzen gießen. Bei kleinen Töpfen kann man sich auch am Gewicht des Topfes orientieren, denn trockenes Granulat ist deutlich leichter als feuchtes.

Wann gegossen werden muss, können Sie auch herausfinden, in dem Sie mit dem Finger die obersten 1-2 cm des Granulates zur Seite schieben. Ist die Farbe des Granulats in dieser Schichttiefe ebenso hellrot wie an der Oberfläche, ist es Zeit zum Gießen.

Ohne den Einsatz des Seramis Gießanzeigers zu gießen verbleibt jedoch immer ein gewisses Restrisiko, da die Feuchte in den tieferen Schichten nicht optimal mitberücksichtigt werden kann.

Die SERAMIS® flüssige Vitalnahrung wird bei jedem Gießen ins Gießwasser gegeben. Daher handelt es sich um einen Bewässerungsdünger. Das regelmäßige Düngen ist einfach und garantiert hohe Sicherheit. Die auf das Pflanz-Granulat abgestimmte Düngerkonzentration verhindert bei Einhaltung der Dosieranleitung ein Überdüngen. Die SERAMIS® flüssige Vitalnahrung ist auf das Pflanz-Granulat abgestimmt und enthält alle für die Pflanze wichtigen Haupt-und Supernährstoffe.

Allerdings kann man alle SERAMIS® flüssigen Vitalnahrungen, die für das Pflanz-Granulat eingesetzt werden, auch problemlos für Pflanzen in Erde und auch für Pflanzen in Hydrokultur verwenden.

Der SERAMIS® Dünger ist ein mineralischer Volldünger und speziell auf das Pflanz-Granulat abgestimmt. Die flüssige Vitalnahrung ist außerdem ein Bewässerungsdünger und daher relativ niedrig konzentriert. Er ist nicht schädlich, sondern die Nährstoffe dienen lediglich der optimalen Ernährung der Pflanze. Sie können deshalb ohne Bedenken die in SERAMIS® gepflanzten Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch usw. verzehren.

Verwenden Sie andere Dünger, möchten wir Sie bitten, sich diesbezüglich bei dem jeweiligen Hersteller zu informieren.

Geben Sie bitte bei jedem zweiten Gießen die flüssige SERAMIS® Vitalnahrung für Orchideen ins Gießwasser. Durch die regelmäßige, schonende Bewässerungsdüngung sind Ihre Orchideen immer ideal mit den notwendigen Nährstoffen versorgt. Während der Ruhephase im Winter brauchen Sie nur bei jedem vierten Gießen zu düngen.

Auch im SERAMIS® Pflanz-Granulat benötigen Pflanzen Nährstoffe. Für die richtige Ernährung empfehlen wir daher die SERAMIS® flüssige Vitalnahrungen für Grün- bzw. Blühpflanzen. Diese sind speziell auf das SERAMIS® Pflanz-Granulat abgestimmt.

Die flüssige Vitalnahrung ist ein Bewässerungsdünger, der ganz einfach bei jedem Gießen dem Gießwasser zugegeben wird. Dadurch vergessen Sie das Düngen nicht so leicht und die Pflanzen werden immer optimal ernährt.

Dosierung: Geben Sie den Inhalt einer Dosierkammer mit flüssiger Vitalnahrung (5 ml pro ein Liter Wasser) bei jedem Gießen mit ins Gießwasser. In der Ruhepause und bei empfindlichen Pflanzen bitte nur bei jedem zweiten Gießen düngen.

Die Vitalnahrung von SERAMIS® gibt es mit Extraphosphat für Blühpflanzen und mit Extrastickstoff für Grünpflanzen.

Außerdem gibt es Vitalnahrungen für Orchideen, für Balkonpflanzen und für Zimmerpflanzen in Erde.

Anwendung: Drücken sie leicht die Düngerflasche, dadurch füllt sich langsam die Dosierkammer. Wenn sie den Druck auf die Flasche reduzieren, wird sich der Flüssigdüngerstand genau auf die Linie in der Mitte der Dosierkammer einpendeln. Diese Menge ist jetzt ausreichend für einen Liter Gießwasser (5 ml).

Aufgrund der chemischen Zusammensetzung verändert sich der Dünger nicht wesentlich. Die SERAMIS® Dünger sind mineralisch und unbegrenzt haltbar, vorausgesetzt, sie werden bei Raumtemperatur gelagert.

In jedem Fall sollten Sie die Seramis® flüssige Vitalnahrung für Blüh- oder Grünpflanzen einsetzen, denn diese sind optimal auf das Pflanz-Granulat abgestimmt und deshalb niedriger in der Konzentration. Wenn Sie nun andere Dünger einsetzen, können wir Ihnen keine Gewähr geben. Sie müssen dann in jedem Fall darauf achten, dass Sie den eingesetzten Dünger entsprechend der Konzentration des Seramis Dünger für Pflanz-Granulat verdünnen. Ansonsten erfolgt eine Überdüngung und die Pflanzen sterben ab.

SERAMIS® Spezial-Substrat für Orchideen ist eine Mischung aus speziell hergestellten, größeren SERAMIS® Tonkörnchen, Pinienrinde und Kalk.

Als Kalk wird ein Düngerkalk verwendet, der in geringen Mengen zur Stabilisierung des pH-Wertes und als Kalziumquelle zugesetzt wird. Auf eine zusätzliche Aufdüngung des Substrats wird bewusst verzichtet.

Die in der Orchideen-Mischung verwendete Pinienrinde stammt aus Portugal.

Pinienrinde ist ein Abfallprodukt der Holzindustrie. Zur energetischen Verwertung ist sie nur sehr eingeschränkt geeignet. Die Rinde wird daher u.a. für Substrate verwendet. Dazu wird sie kompostiert, zerkleinert und in verschiedene Fraktionen abgesiebt.

Für unser Orchideensubstrat verwenden wir grobe Fraktionen zwischen 5 mm und 20 mm. Die verwendete Pinienrinde ist durch den langsamen Wuchs der Pinien in Südeuropa sehr hart und altert dadurch sehr langsam.

In Verbindung mit einem speziell entwickeltem groben SERAMIS® Pflanz-Granulat hat das Produkt eine lange Lebensdauer. Häufiges Umtopfen wird vermieden, dadurch entsteht weniger Abfall.

Nur die Orchideen-Art "Phalaenopsis" darf man während der Blühphase umtopfen. Sie ist weniger empfindlich als andere Orchideen. Alle anderen Orchideen sollten Sie also erst umpflanzen, wenn sie verblüht sind, da das Umtopfen immer etwas Stress für die Pflanzen bedeutet.

Beim Umtopfen ist generell darauf zu achten, dass die Wurzeln nicht verletzt werden. Alle faulen und braunen Wurzeln mit einem glatten, niemals quetschenden Schnitt entfernen (niemals abreißen!), bevor die Pflanze in das neue Substrat gepflanzt wird. Nach dem Umtopfen sollten die Pflanzen nicht direkt gegossen werden, damit die abgeschnittenen Wurzeln bzw. evtl. doch verletzte Wurzeln wieder verheilen können, sodass Wurzelfäulnis vermieden wird.

Sofort umtopfen sollte man, wenn das Substrat veralgt oder schmierig ist, sich viele Schädlinge im Wurzelbereich befinden oder Wurzeln faul sind.

Wie alle anderen Topfpflanzen müssen auch Orchideen von Zeit zu Zeit umgetopft werden, da die Pflanzen zum einen entweder zu groß für den Topf geworden sind oder die organischen Bestandteile des Substrats langsam zersetzt werden und somit das sonst luftdurchlässige Substrat sich mit der Zeit verdichtet. Dies ist ein ganz natürlicher Prozess, da Rinde ein organisches Material ist.

Aus diesem Grund sollte eine Orchidee nach ca. 2 bis 3 Jahren umgetopft werden.

"Es ist generell schwierig eine allgemeine Gießanleitung für Orchideen zu geben, da die Gießmenge und die Gießintervalle stark variieren, abhängig von Faktoren wie Pflanzenart, Pflanzengröße, Standort, Licht, Temperatur, Jahreszeit etc.", so unser Orchideen-Experte Herr Krusche, 1. Vorsitzender der Orchideenfreunde Ostwestfalen-Lippe e.V. (http://www.oowl.de/).
Die mehr als 200 Mitglieder des Vereins OOWL haben seit der Einführung des SERAMIS® Spezial-Substrat für Orchideen bereits rund 3.000 Liter des Substrats umgetopft und sind begeistert.
Herr Krusche empfiehlt die Orchideen generell immer feucht, jedoch nie nass zu halten. Eine kurze Trockenphase schadet der Orchidee nicht, Staunässe hingegen ist für sie tödlich, da dann schnell Wurzelfäulnis entsteht. Was das Gießen der Orchideen betrifft, so kann man grundsätzlich zwei Möglichkeiten unterscheiden:

1. Gießen von oben

Generell sollte nicht zu viel Wasser gegossen werden. Überschüssiges Wasser sollte unten wieder aus dem Topf abfließen können. In geschlossenen Gefäßen sollte eine zusätzliche Drainage-Schicht von ca. 3 cm SERAMIS® Standard Pflanz-Granulat eingearbeitet werden, damit überschüssiges Wasser aufgefangen werden kann und somit die empfindlichen Wurzeln nicht im Wasser stehen.
Für Orchideen, die in geschlossene Gefäße gepflanzt werden (z.B. in Glasvasen) ist das Gießen von oben die einzige Möglichkeit der Bewässerung. Bei dieser Gießvariante muss man je nach Pflanzenart, Pflanzengröße, Standort, Licht, Temperatur, Jahreszeit etc. abwägen, wann wieder gegossen werden muss. Der Topf sollte sich leicht anfühlen und, um auf Nummer sicher zu gehen, kann man auch in das Substrat hinein fassen und so testen, ob es sich noch feucht genug anfühlt.

2. Tauchen
Die zweite Möglichkeit, Orchideen zu wässern, ist das Tauchen. Dazu wird der Orchideentopf fast komplett unter Wasser getaucht, z.B. in einem Eimer. Der Wasserspiegel sollte dabei maximal 1 cm unterhalb der Substratoberfläche sein. Der Topf kann ca. 10-15 Minuten im Wasser stehen (bzw. so lange bis keine Luftblasen mehr aufsteigen), damit das Substrat als auch die Wurzeln genügend Feuchtigkeit aufnehmen können. Anschließend muss man den Topf gut abtropfen und antrocknen lassen, z.B. im Waschbecken, bevor dieser wieder in den Übertopf zurückgestellt wird. Beim Tauchen betragen die Gießintervalle etwa 1 1/2 bis 2 Wochen. Man sollte auf jeden Fall warten, bis der Topf sich wieder ganz leicht anfühlt.

Das SERAMIS® Pflanz-Granulat, welches im Orchideen-Substrat verwendet wird, kann durch seine hohe Porosität viel Wasser aufnehmen, speichern und dieses wieder bedarfsgerecht an die Pflanze abgeben.

Geben Sie bitte bei jedem zweiten Gießen die flüssige SERAMIS® Vitalnahrung für Orchideen in das Gießwasser. Durch die regelmäßige, schonende Bewässerungsdüngung sind Ihre Orchideen immer ideal mit der notwendigen Nahrung versorgt.

Während der Ruhephase im Winter brauchen Sie nur bei jedem vierten Gießen zu düngen.

Das SERAMIS® Spezial-Substrat für Orchideen ist durch die hochwertigen Substratbestandteile sehr alterungsbeständig, jedoch sollte es nach ca. 2 bis 3 Jahren ausgetauscht werden – bei Bedarf auch früher. Denn wie alle anderen Topfpflanzen müssen auch Orchideen von Zeit zu Zeit umgetopft werden, da die Pflanzen entweder zu groß für den Topf geworden sind oder die organischen Bestandteile des Substrats langsam zersetzt werden und sich so mit der Zeit das sonst luftdurchlässige Substrat verdichtet. Dies ist ein ganz natürlicher Prozess, da Rinde ein organisches Material ist. Außerdem können sich auch Salze aus dem Gießwasser im Substrat anreichern.

Verliert eine Orchidee die Blüten spricht man von Knospenfall. Knospenfall wird ausgelöst, wenn die Pflanze nicht genügend Licht bekommt.

Orchideen werden bei den Großzüchtern unter 900 Watt-Strahlern mit Kunstlicht in einer Stärke von 30.000 Lux herangezogen. Steht die Orchidee dann bei grauem Winterwetter auf der Fensterbank, stehen ihr jedoch lediglich nur ca. 800 Lux zur Verfügung – dies ist für die Orchidee viel zu wenig.
Um Knospenfall vorzubeugen, sollte man, vor allem in den dunklen Wintermonaten, die Pflanzen mit speziellen UV-Strahlern beleuchten oder jeden Sonnenstrahl ausnutzen.

Ein Idealer Standort für die meisten Orchideen ist ein Ost- oder Westfenster. An diesen Standorten können die Orchideen ihren Lichtbedarf decken. Am Morgen oder am Abend scheint die Sonne durch die Fenster, während der Mittagszeit fällt jedoch nur diffuses Licht in den Raum. Für Orchideen sind solche Standorte ideal. Aber auch an Nord- oder Südfenstern können Orchideen aufgestellt werden. Bei einer Kultur an einem Südfenster müssen die Pflanzen nach den Wintermonaten mit vergleichsweise schwachen Lichtverhältnissen erst langsam an die direkte Sonne gewöhnt werden - eine Schattierung ist daher sinnvoll. Über die Sommermonate sollten an einem Südfenster platzierte Pflanzen generell schattiert werden, um Blattschäden durch Sonnenbrand vorzubeugen.

Lässt die Orchidee die Blätter schlapp nach unten hängen und zeichnen sich schon erste Falten in Längsrichtung ab, ist das im Gegensatz zu anderen Pflanzen kein Zeichen dafür, dass die Orchidee zu wenig Wasser hat, sondern ganz im Gegenteil, dass sie zu viel Wasser bekommen hat!
Durch das überschüssige Wasser entstand Staunässe, wodurch die empfindlichen Wurzeln geschädigt wurden.
Sind die Wurzeln erst mal geschädigt und beginnen zu faulen, ist die Pflanze kaum noch zu retten.

Als Sofortmaßnahme sollte man die Pflanze versuchen trocken zu legen. Entweder durch Abgießen des überschüssigen Wassers oder durch das Ersetzen des kompletten Substrats mit neuem, trockenem Substrat.
Generell gilt die Devise, dass Orchideen lieber zu trocken als zu feucht gehalten werden sollten.

Der Zustand der Welke kann außerdem dann eintreten, wenn der Wurzeldruck – der sogenannte Turgordruck – kleiner oder gleich dem osmotischen Druck der Umgebungslösung ist. Dies ist eine Folge eines zu hohen Nährsalzgehalts, also einer Überdüngung des Substrats (dadurch strömt das Wasser aus der Pflanzenzelle in das Substrat). Diese Art der Welke ist irreversibel und die Pflanze geht ein. Außerdem kann das Substrat zu trocken sein und lässt sich dadurch nur sehr schwer wiederbefeuchten (es kann kein Wasser in die Pflanze einströmen). Z.B. trockene Pinienrinde ist nicht ohne Weiteres wieder benetzbar, weil sie infolge des Austrocknens hydrophob (wasserabweisend) geworden ist.

Ist die Welke eine Folgeerscheinung des zu starken Düngens, sollte ein sofortiger Substrataustausch erfolgen oder aber das Substrat muss kräftig durchgespült werden, um die Nährsalze zu entfernen. Wenn die Pflanze noch nicht zu stark geschädigt wird, kann sie wieder die höchste Turgeszenz erreichen, es sei denn sie ist bereits zu stark geschädigt worden!

Dies ist ein Beitrag von Dr. Molitor vom Gartenbauinstitut der Forschungsanstalt Geisenheim zum Thema Leitfähigkeit und Dünger.

Der Nährstoffbedarf von Orchideen wird im Hobbybereich, und nicht nur dort, häufig unterschätzt. Dies gilt zumindest für die am häufigsten vorkommenden Orchideengattungen, wie z.B. Phalaenopsis, Dendrobien usw. Eine ganze Reihe verschiedener Düngungsversuche in Versuchseinrichtungen bestätigen dies. Auch die Titel diesbezüglicher Veröffentlichungen, wie beispielsweise „Orchideen nicht verhungern lassen“ (GRANTZAU 2007; Deutscher Gartenbau 61(15), S. 16-17) oder „Phalaenopsis gut ernähren“ (AMBERGER-OCHSENBAUER 1996; Gärtnerbörse 96(44); S. 2128-2130) weisen darauf hin. Nährstoffkonzentrationen auf Basis von 100 bis 140 mg N/l sind durchaus angebracht. Dies gilt umso mehr, als das Orchideen-Substrate zumeist grob strukturiert sind. Das bedeutet, dass wenig Wasser und damit wenig Nährstoffe bei einem Gießvorgang im Substrat hängen bleiben.

Werte von 100-140 mg N/l bedeuten im allgemeinen Leitfähigkeitswerte der Nährlösung von über 1000 bis etwa 1500 µS – solche Werte sind völlig in Ordnung. Es ist auch unschädlich, wenn die Leitfähigkeit des Gießwassers hinzukommt. Für die Pflanze ist entscheidend die Nährstoffkonzentration. Beim Leitungswasser wird die Leitfähigkeit meist durch Calcium, Magnesium, Hydrogencarbonat und durch Sulfat bewirkt. Alles Ionen, die von der Pflanze in hoher Konzentration problemlos vertragen werden. Anders verhält es sich, wenn das Leitungswasser nennenswerte Gehalte an Natrium und Chlorid enthält. Es kommt also auf den Einzelfall an.

Noch eine Bemerkung zum häufig verwendeten Regenwasser. Regenwasser enthält weder Calcium noch Magnesium. In handelsüblichen Flüssigdüngern sind Calcium und Magnesium nicht enthalten. Das hat technische Gründe, weil sonst Phosphat nicht in Lösung gehalten werden kann. Diese Nährstoffe müssen deshalb über das Gießwasser verabreicht werden, was bei Regenwasser nicht der Fall ist. Somit ist die Pflanze auf den geringen Vorrat im Substrat angewiesen, der bald erschöpft ist. Dies gilt besonders dann, wenn regelmäßig getaucht wird. Die Verwendung von Regenwasser erfordert deshalb eine spezielle Düngestrategie unter Verwendung von Kalksalpeter. Calcium ist ein Makronährstoff und wird demzufolge in vergleichsweise großer Menge von der Pflanze benötigt. Zumindest ein Verschneiden des Regenwassers mit Leitungswasser sollte deshalb ernsthaft in Betracht gezogen werden.

Das SERAMIS® Spezial Substrat für Orchideen besteht aus einem Pflanz-Granulat und zu 70% aus Pinienrinde. Als natürlicher Rohstoff besitzt die Pinienrinde bei gleicher Qualität einen unterschiedlich stark ausgeprägten Eigengeruch. Dieser erdige Eigengeruch der Pinienrinde wird je nachdem wie feucht das Substrat ist, unterschiedlich intensiv wahrgenommen, sodass er gelegentlich auch als „muffig“ oder „modrig“ empfunden werden kann. Nach dem Umtopfen der Orchideen in SERAMIS® Spezial-Substrat für Orchideen verfliegt der Geruch jedoch nach einiger Zeit.

Grundsätzlich sind verschiedene Organismen wie z.B. Bakterien im Naturhaushalt wichtig für die Zersetzung von z.B. Lignin und Cellulose, den Hauptbestandteilen von Holz oder Rinde.

Das weiße Geflecht auf der Pinienrinde wird von Bakterien gebildet, die im Gegensatz zu allen anderen Bakterien nicht nur als Einzelzeller vorkommen, sondern ein fadenförmiges Geflecht, ein Myzel, bilden können. Das Myzel kann als Luft- und Substratmyzel ausgebildet sein und ist somit sichtbar. Diese Art von Bakterien ist bei organischem Material an der natürlichen Stoffumsetzung beteiligt. So ist das Auftreten eines weißen Belags im SERAMIS® Spezial-Substrat für Orchideen eine ganz natürliche Erscheinung bei Substraten mit Rindenanteil und lässt sich daher kaum vermeiden.

Das Vorhandensein dieser nützlichen Bakterien beeinträchtigt das Orchideenwachstum nicht. Daher kann das Substrat ohne Bedenken zum Umtopfen verwendet werden. Sollten Sie dennoch Bedenken haben sind wir gerne bereit Ihnen den Beutel umzutauschen. Schicken Sie den Originalbeutel mit dem beanstandeten Substrat bitte unfrei an folgende Anschrift, wir übernehmen dann die Versandkosten:

SERAMIS GmbH

Am Bollscheid 50

56424 Mogendorf

info@seramis.com

Die Ursache für einen grünen Belag auf dem SERAMIS® Pflanz-Granulat oder der Pinienrinde ist Algenwachstum. Algensporen können aus dem Gießwasser und/oder dem Erd-/Wurzelballen stammen. Treffen sie auf günstige Bedingungen, insbesondere feuchtes, nährstoffhaltiges Substrat und ausreichend Licht, keimen sie und bilden einen grünen Belag. Dieser Belag schadet zwar den Pflanzen nicht, er sieht jedoch unschön aus. Eine Algenbildung zeigt sich mit der Zeit häufig dann, wenn in Glasgefäße getopft wurde. Durch die Lichtdurchlässigkeit des Pflanzgefäßes sind die Wachstumsbedingungen für Algen besonders ideal.

Sie können den Belag entfernen, indem Sie die grünen Körnchen durch neues SERAMIS® Pflanz-Granulat ersetzen. Achten Sie darauf, dass Sie die Pflanzen in Zukunft nicht zu feucht halten, denn dies begünstigt das Algenwachstum. Außerdem sollte die obere Pflanz-Granulatschicht immer richtig abtrocknen.

Durch das Mischen gewöhnlicher Blumenerde mit SERAMIS® Pflanz-Granulat wird diese aufgelockert, der Wurzelballen besser durchlüftet und die Wasseraufnahme erhöht. Insgesamt werden Ihre Pflanzen optimal mit Sauerstoff, Nährstoffen und Wasser versorgt und dabei müssen Sie wesentlich seltener gießen. Zudem sind die Gefäße leichter und somit besser zu transportieren. Ideal also für Terrassen- und Balkonpflanzen, die im Herbst wieder in ihr Winterquartier zurückgebracht werden müssen.

Mit SERAMIS® sind Ihrer individuellen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob in Übertöpfen, Vasen oder dekorativen Schalen - SERAMIS® kann in allen wasserdichten oder mit Folie abgedichteten Gefäßen verwendet werden. So können individuelle schöne und hochwertige Pflanz-Arrangements für jeden Anlass gestaltet werden.

Der bewährte, bescheiden im Hintergrund agierende Statist hat aber auch das Zeug zum Solisten. Was Zimmerpflanzen gut tut, gewinnt daher auch in anderen Bereichen an Bedeutung. Das Pflanz-Granulat ist natürlich, ästhetisch schön, hygienisch sauber und äußerst flexibel einsetzbar. Für Accessoires aller Art bildet es eine dauerhaft schöne Dekorationsbasis.

Ob als dekorative Tischdekoration, als Basis für die weihnachtliche Krippe, die heimische Modelleisenbahn oder vieles mehr: Schöner Dekorieren mit Seramis-Pflanz-Granulat ist leicht, kreativ und sehr wirkungsvoll. So wird aus einem einfachen Trinkglas mit etwas Seramis und einem Teelicht schnell ein mediterraner Lichtblick auf Tisch, Fensterbank, Balkon oder Terrasse.

Denn das Pflanzmedium findet dank seiner Eigenschaften auch in der kreativen Tischdekoration seinen Platz. Es ist natürlich, ästhetisch schön, hygienisch sauber und äußerst flexibel einsetzbar. Für Accessoires aller Art bildet es eine dauerhaft schöne Dekorationsbasis.

Längst schon bedeutet florale Tischdekoration mehr als bloße Schnittblumen-Vasen. Dekorative Gestecke und originelle Arrangements bestimmen die modernen Deko-Trends. Kreativität wird großgeschrieben. Dabei spielen neue Materialien und wachsende Vielfalt eine entscheidende Rolle. Heimisches und Exotisches werden mit wenigen Handgriffen gekonnt kombiniert.

Das SERAMIS® Pflanz-Granulat ist durch seine vielseitigen Eigenschaften ein echtes Multitalent. So lässt es sich auch wunderbar als Untergrund in Terrarien einsetzen. Je nach den Bedürfnissen und Anforderungen des Terrarienbewohners, muss jedoch in jedem einzelnen Fall geprüft werden, ob es als Bodenbelag eingesetzt werden kann oder ob SERAMIS® noch abgedeckt werden sollte.

Terrarien sind kleine, geschlossene Lebensräume, die sehr sensibel sind. Sauberkeit spielt dabei sicher eine sehr große Rolle. Mit dem Einsatz von SERAMIS® lässt sich dies einfach umsetzen. Das Granulat ist sauber und frei von Verunreinigungen und kann einfach und schnell ausgetauscht werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Feuchtigkeitshaushalt im Terrarium. SERAMIS® kann durch seine Porosität viel Wasser speichern und deshalb sehr einfach durch Besprühen feucht gehalten werden. Das gespeicherte Wasser verdunstet nach und nach und beeinflusst so die Luftfeuchtigkeit im Terrarium.

Aus verschiedenen Erfahrungsberichten wissen wir, dass sich SERAMIS® durch seine hohe Wasserspeicherfähigkeit auch hervorragend als Drainageschicht in Regenwaldterrarien eignet, in denen es mehrmals täglich regnet.

Nicht zu vergessen ist natürlich die Terrarienbepflanzung, die einfach, sauber und schnell mit SERAMIS® angelegt werden kann. Durch die Strukturstabilität altert, verdichtet und verrottet das Granulat nicht, so dass das Granulat innerhalb der Bepflanzung nicht ständig ausgetauscht werden muss.

SERAMIS® kann hinsichtlich der Beschaffenheit und den unterschiedlichen Eigenschaften als mögliches Pflanzsubstrat in Aquarien eingesetzt werden, da es generell für Pflanzen geeignet ist. Die Bedürfnisse der im Aquarium gehaltenen Fische müssen jedoch im Vordergrund stehen. Denn grundsätzlich wird SERAMIS® nicht explizit als Pflanzmaterial für Aquarien hergestellt, sondern als Substrat für Topfpflanzen. Aus diesem Grund können wir natürlich keine Garantie dafür übernehmen, wie sich SERAMIS® beim Einsatz in der Aquaristik auf die unterschiedlichsten Fischgattungen bzw. -arten auf Dauer auswirkt. Wir können vor allem keine Aussage darüber treffen, wie es im Einzelnen den Bedürfnissen der im Aquarium eingesetzten Fische entspricht. Aus diesem Grund gibt es keinen Hinweis auf der Verpackung, SERAMIS® in Aquarien einzusetzen. In jedem Fall ist eine ständige Überprüfung und Aussteuerung der Wasserqualität, entsprechend dem Bedarf der im Aquarium befindlichen Fische, erforderlich. Gerne schicken wir Ihnen auf Anfrage das SERAMIS® Datenblatt zu.

Generell lässt sich sagen, dass SERAMIS® inert ist und somit reaktionsträge. Es hat einen pH-Wert im nahezu neutralen Bereich zwischen 6,2 und 7,5. Falls es im Aquarienbereich eingesetzt wird, muss das Granulat mehrfach ordentlich durchgespült werden, damit der rote Staub, der sich durch den Brennprozess in den Poren niedergeschlagen hat, ausgeschwemmt werden kann. Eine leichte Rotfärbung des Wassers wird somit verhindert. Aquarienwasser, in dem SERAMIS® als Pflanzsubstrat eingesetzt wird, ist immer etwas leicht trüber.

Hydropflanzen stehen, im Vergleich zu Erdpflanzen oder Pflanzen in SERAMIS®, permanent im Wasser und der Blähton dient der Pflanze lediglich als Halt. Der Blähton speichert kaum Wasser, daher dient der Übertopf als Wasserspeicher. Im Hydrokultur-System dürfen keine organischen Bestanteile enthalten sein. Daher müssen Erdpflanzen, die auf Hydrokultur umgestellt werden sollen, komplett von der Erde befreit werden. Der Wasserstand im Topf wird mit einem sogenannten Wasserstandsanzeiger gemessen. Entsprechend der Anzeige Optimum oder Minimum wird gegossen. Getopft wird in die genormten Hydrogefäße.

SERAMIS® hingegen speichert das Wasser wie ein Schwamm und gibt es bei Bedarf an die Pflanze ab. Wenn die empfohlene Gießmenge eingehalten wird, gibt es kein freistehendes Wasser im Topf. Der[nbsp]SERAMIS® Gießanzeiger gibt Auskunft darüber, wann die Pflanze wieder gegossen werden muss. Er misst die Feuchtigkeit im Topf und nicht das freistehende Wasser wie der Wasserstandsanzeiger aus der Hydrokultur. Pflanzen in Seramis werden mit einem ¼ l des Topfvolumens gegossen, wenn der Gießanzeiger rot anzeigt. In Seramis können alle Grün- und Blühpflanzen getopft werden. Das Alter und die Größe der Pflanzen spielen beim Umtopfen in[nbsp]SERAMIS® keine Rolle und die Gefäßwahl ist nahezu unbegrenzt.

Nein. SERAMIS® Pflanz-Granulat ist ein wasserspeicherndes Substrat und hat andere Eigenschaften als der Blähton für die Hydrokultur. Bei SERAMIS® dient das Granulat selbst als Wasserspeicher. Bei optimaler Gießmenge gibt es deshalb kein freistehendes Wasser im Übertopf. Hingegen erfüllt der Blähton aus der Hydrokultur nur eine Haltefunktion für die Pflanze und kann kaum Wasser speichern. Aus diesem Grund ist freistehendes Wasser im Übertopf notwendig, wodurch sich ein Unterschied beim Gießen der Pflanzen ergibt.

Wenn sich in einem Topf mit SERAMIS®[nbsp] freistehendes Wasser im Gefäß wie bei der Hydrokultur befindet, kommt es zur Wurzelfäulnis, da die Pflanze mit dem Erdballen in das Granulat getopft wird.

Grundsätzlich kann eine Hydropflanze umgetopft werden, dies ist jedoch nicht bei alten und großen Pflanzen zu empfehlen. Damit die Umstellung erfolgreich ist müssen in jedem Fall wesentliche Punkte beachtet werden, denn die Hydrokultur-Pflanze muss sich durch das Umtopfen in SERAMIS® von der Ausbildung reiner Wasserwurzeln auf Substratwurzeln umstellen. Dies bedeu[-]tet in der Regel Stress für die Pflanze. Wenn überhaupt umgetopft wird, dann sollten Sie die Umstellung nur im Frühjahr durchführen, wenn die Pflanzen neue Wurzeln ausbilden und folgende Punkte in jedem Fall dabei beachten:

Am besten halten Sie die Pflanze nach dem Umtopfen sehr feucht (es muss mehr als ¼ des Topfvolumens gegossen werden). Nach und nach reduzieren Sie die Gießmenge auf 1/4 des Topfvolumens, damit sich die Wurzeln langsam umstellen können. Je nach Pflanze kann die Umstellung und somit die Ausbildung von Substratwurzeln einige Wochen bis Monate dauern.

Alte und große Hydropflanzen sollten Sie in keinem Fall mehr umstellen!

Ja, die SERAMIS® Vitalnahrung für Grün-bzw. Blühpflanzen ist auch für die Anwendung in der Hydrokultur geeignet, da der Dünger ein rein mineralischer Dünger ist und deshalb keine organischen Bestandteile enthält. Denn diese würden ihn für den Einsatz in der Hydrokultur unbrauchbar machen. Gedüngt werden kann, wie beim Einsatz in SERAMIS®, bei jedem Gießen. Die SERAMIS® Vitalnahrung für Grün-bzw. Blühpflanzen ist jedoch kein Ionenaustauschdünger.

Nein. Die mechanisch funktionierenden Wasserstandsanzeiger der Hydrokultur sind nicht für SERAMIS® Pflanz-Granulat geeignet. Da SERAMIS® Pflanz-Granulat das Wasser aufsaugt und speichert, ist im Topf kein freies Wasser vorhanden, d.h. es kann kein Wasserstand angezeigt werden. Freies Wasser im Pflanzgefäß, in dem nicht sichergestellt werden kann, dass der Erdballen nicht permanent im Wasser steht, führt langfristig zu Wurzelfäulnis und somit zum Absterben der Pflanze.

Da SERAMIS® aus gebranntem Ton besteht, der bei knapp unter 1000°C gebrannt wird, ist es sauber und frei von Verunreinigungen, wenn es direkt aus der neuen Verpackung kommt.

Die in SERAMIS® Pflanz-Granulat getopften Pflanzen können jedoch von den gleichen Schädlingen und Krankheiten befallen werden wie Pflanzen, die in anderen Substraten stehen. Bei Befall ist es ratsam, mit einer kleinen Probe befallenem Material, zum Fachhandel zu gehen und sich beraten zu lassen. Grundsätzlich können alle Pflanzenschutzmittel, die bei Erdkulturen eingesetzt werden, auch in SERAMIS® angewendet werden. Wichtig ist z. B. beim Einsatz von Pflanzenschutzstäbchen, diese in den Erdballen der Pflanze zu stecken, da die Kontaktfläche der Stäbchen im Pflanz-Granulat durch die unterschiedlichen Korngrößen etwas geringer ist.

Was die Blätter verraten:

Ein gesundes Blatt besitzt eine feste Struktur, makellose Blattränder und Blattspitzen sowie eine der Art entsprechenden Farbe.

Braune Blattspitzen entstehen durch eine zu trockene Raumluft. Diese führt zu einer hohen Verdunstung, die an den Blattspitzen der Pflanze am höchsten ist. Aus dem Gewebe verdunstet das Wasser und zurück bleiben die Nährsalze, die eine hohe Salzkonzentration in den Zellen verursachen, wodurch das Gewebe braun wird und abstirbt.

Ursachen: Übergießen ist die häufigste Ursache für dieses Symptom, deshalb sollte darauf geachtet werden, dass Pflanzen in SERAMIS® erst wieder gegossen werden, wenn der Gießanzeiger „rot“ anzeigt und Pflanzen in Erde sollten erst gegossen werden, wenn die Oberfläche der Erde abgetrocknet ist und in etwa Daumentiefe die Erde noch leicht feucht ist. In jedem Fall muss Staunässe vermieden werden. Die Pflanzen sollten regelmäßig gedüngt werden, um den Stickstoffmangel zu beheben. In den Wintermonaten sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanze keinen zu starken Lichtmangel erleidet. Durch Überalterung können Blätter natürlicherweise gelb werden und abfallen.

Abhilfe: Gießen einschränken, düngen, Standort verbessern.

Ursachen: Eingerollte Blätter sind meist ein Zeichen für zu niedrige Luftfeuchtigkeit oder aber die Pflanze leidet an Wassermangel, so dass der Wurzelballen ausgetrocknet ist und die Wurzeln Schaden genommen haben. Ein zu sonniger Standort kann zu diesem Symptom führen.

Abhilfe: Pflegefehler beheben, in dem die Pflanze z.B. regelmäßig am besten morgens besprüht wird und den Standort verbessern, damit die Pflanze nicht zu sonnig steht und bei Bedarf in einen größeren Topf umtopfen, so dass der Pflanze mehr Wasser zur Verfügung steht. Pflanzen in Seramis z.B. sind besser mit Wasser versorgt.

Blattfall kann verschiedene Ursachen haben und muss deshalb im Einzelnen betrachtet werden. Beispielsweise kann das Abwerfen von Blättern ein Zeichen für Wassermangel sein. Bei verschiedenen Pflanzen gibt es aber auch den Winterblattfall, der durch niedrige Temperaturen und geringere Lichtverhältnisse hervorgerufen wird oder durch Zugluft (beim Lüften).

Eine der häufigsten krankhaften Verfärbungen ist die Chlorose. Durch mangelhafte Chlorophyllbildung bzw. durch Chlorophyllzerstörung kommt es zum Vergilben normalerweise grüner Pflanzenteile.

Die Blattadern sind noch grün und die Felder zwischen den Blattadern sind gelb.

Ursachen: Eisen- oder Magnesiummangel.

Abhilfe: Gießwasser enthärten, Eisenchelat ins Wasser geben.
Bei hartem Wasser (> 20° dH) ist durch Maßnahmen wie Wasser abkochen, länger stehen lassen, Einhängen eines Torfsäckchens und Verschneiden mit Regenwasser die Wasserhärte zu verringern.

Symptome: Rote, braune oder grau-silbrige Blattverfärbungen.

Ursachen: Zu sonniger Standort, d.h. die Pflanze ist über einen zu langen Zeitraum der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt oder aber die Pflanze kommt direkt aus dem Winterquartier, die Blätter sind empfindlich und die starke Sonneneinstrahlung noch nicht gewohnt.

Abhilfe: Standort verbessern oder schattieren, Pflanzen nicht an zu heißen Tagen aus dem Winterquartier holen und direkt in die pralle Sonne platzieren.

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Symptome: Gespinste in den Blattachseln und an den Triebspitzen, weiß-gelbliche punktförmige Aufhellungen auf der Blattoberseite.

Ursache: Trockenwarme Luft.

Abhilfe: Pflanzen kühler, schattiger und feuchter halten. An heißen Tagen reichlich gießen. Gründlich mit lauwarmem Wasser abbrausen oder mehrfach mit einem Mittel gegen Spinnmilben einsprühen. Präparat eventuell wechseln, da die Milben schnell resistent werden. Behandlung je nach Befall eventuell wiederholen. Der Einsatz von Nützlingen ist auch möglich, z.B. können Florfliegen oder Schlupfwespen zur Bekämpfung eingesetzt werden. Eine Bekämpfung mit entsprechenden Insektiziden ist auch möglich. Diese sind im Fachhandel erhältlich.

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Symptome: Klebrige Blätter, Blattdeformationen, Befall beginnt meist an den Knospen und Triebspitzen.

Abhilfe: Durch biologische Bekämpfungsmaßnahmen wie z. B. dem Einsatz von Nützlingen (z.B. Florfliegen, Marienkäferlarven), dem Einsatz von bekannten Hausmitteln wie z.B. mehrmaliges, gründliches Abspritzen der Pflanzen mit einem starken Wasserstrahl, an drei aufeinanderfolgenden Tagen Brennnesselwasser spritzen (Brennnesseln ca. 10-12 Stunden ausziehen) oder Schmierseifenbrühe spritzen. Eine Bekämpfung mit entsprechenden Insektiziden ist auch möglich. Diese sind im Fachhandel erhältlich.

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Symptome: Klebrige Blätter, braune, wachsartige Schilde, unter denen die Läuse sitzen, Blattfall.

Abhilfe: Abkratzen der Schild-, Woll- und Schmierläuse, Gespinste entfernen. Glänzend-klebrigen Honigtau und schmutzig-schwarzen Rußtau von den Blättern abwaschen. Biologische Bekämpfung durch z.B. Schlupfwespen.
Weitere Möglichkeiten sind die Bekämpfung mit Paraffinöl oder Insektiziden. Diese sind im Fachhandel erhältlich.

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Symptome: Feinpunktierte silbrige Blätter, blattunterseits bräunliche Saugstellen.

Abhilfe: Pflanzen kühler und feucht halten und trockene Raumluft vermeiden. Hilfreich ist auch ein gründliches Abduschen der Pflanze (auch die Blattunterseiten), wodurch ein Großteil der Schädlinge weggeschwemmt wird.

Eine biologische Schädlingsbekämpfung mit Nützlingen wie z.B. der Raubmilbe ist möglich oder eine Bekämpfung mit Insektiziden, die im Fachhandel erhältlich sind.

Neben Blattläusen, weißen Fliegen oder Milben ist die Trauermücke eine der meist verbreiteten Schädlinge von Zimmerpflanzen. Die Trauermücke, manchmal auch Trauerfliege oder Moosfliege genannt, ist ca. 1 bis 6 mm groß, hat eine grau-schwarze Färbung und wird oft in großer Zahl in Blumentöpfen vorgefunden, in den die Pflanzen in Erde getopft sind.

Wie eine Studie der Forschungsanstalt Geisenheim jetzt wissenschaftlich belegt hat, kann die Besiedlung von Zimmerpflanzen durch Trauermücken mit der Verwendung von SERAMIS® Outdoor-Pflanzgranulat erheblich reduziert werden ("Trauermückenbefall: Granulat und Orchideensubstrat im Test." TASPO, Nr. 48, S. 8 vom 27. Nov. 2009). Die Trauermücken legen ihre Eier in warmer und feuchter Erde ab, aus denen in wenigen Tagen viele kleine Larven schlüpfen. Die Larven ernähren sich häufig von Keimlingen, lebenden Wurzeln oder Stecklingen und führen durch den angerichteten Schaden auch häufig zu Pilzkrankheiten.

In einer Versuchsreihe wurden unter kontrollierten und standardisierten Bedingungen mehrere Pflanzen Trauermücken ausgesetzt, die in drei, jeweils unterschiedliche Substrat-Kombinationen getopft waren. Die erste Gruppe war in Einheitserde, die zweite in Einheitserde mit einer 2 cm SERAMIS® Schicht und die dritte ausschließlich in SERAMIS® gepflanzt worden.

Der Vergleich zeigte, dass die Pflanzen in Einheitserde von mehr Trauermücken befallen waren als die Pflanzen, die mit SERAMIS® gepflanzt wurden. Dabei wurden die Pflanzen mit der 2 cm SERAMIS® Schicht von ca. 40% weniger Trauermücken befallen. Die Pflanzen, die ausschließlich in SERAMIS® gepflanzt wurden, waren sogar um 85% weniger befallen.

Bei Problemen mit Trauermücken in Pflanztöpfen mit Erde, empfehlen wir Ihnen daher die Erde mit einer ca. 2 cm dicken SERAMIS®-Schicht abzudecken, um so einer weiteren Vermehrung der Trauermücken entgegenzuwirken.

Symptome: Weißer bis schmutzig-brauner, puderiger Belag blattober-und blattunterseits.

Ursachen: Übertragung von Pilzsporen.

Abhilfe: Kranke Blätter entfernen und vernichten.

Spezifisches Fungizid einsetzen.

Symptome: Weißer bis schmutzig-brauner, puderiger Belag blattunterseits.

Ursache: Übertragung von Pilzsporen.

Abhilfe: Kranke Blätter entfernen und vernichten.

Spezifisches Fungizid einsetzen.

Symptome: Braun-grauer Belag auf Blättern, Stielen oder Blüten.

Ursache: Stickstoffüberdüngung, zu feuchte Standortbedingungen.

Abhilfe: Kranke Pflanzenteile entfernen. Pflanzen trockener und luftiger halten. Bei starkem Befall spezifisches Fungizid einsetzen.

Symptome: Schwärzlicher Belag auf den Blättern.

Ursache: Pilz, der sich auf dem Honigtau von Blattläusen niederlässt.

Abhilfe: Stark verschmutzte Blätter entfernen, schwach verschmutzte mit lauwarmem Wasser abwaschen. Verursacher (Blatt-, Schild- oder Schmierläuse sowie weiße Fliege) entfernen.

Sie verursachen Wurzelfäule und -bräune, Stängelgrund-und Krautfäule.

Standort verbessern, vor allem Pflanze trockener halten. Kranke Pflanzen und -teile entfernen. Nicht auf den Kompost werfen. Es ist keine Heilung, allenfalls Stillstand möglich.

SERAMIS® Pflanz-Granulat veredelt durch seine physikalischen Eigenschaften jede Pflanzerde:

Die porösen Tonkörnchen sorgen gleichzeitig für eine stabile und lockere Struktur. Zudem erhöhen sie die Wasseraufnahme und sorgen für eine gute Luft- und Wasserführung in der Pflanzerde. Für den Outdoor-Einsatz wurde das Pflanz-Granulat zusätzlich für ca. vier Wochen ausreichend vorgedüngt. Das SERAMIS® Outdoor-Pflanzgranulat ist damit die ideale Basis für individuelle Mischungen mit allen Blumenerden.

Für die bedarfsgerechte Pflege unterschiedlicher Pflanzen umfasst das Outdoor-Sortiment acht fertige Substrat-Mischungen aus wasserspeicherndem Pflanz-Granulat und torffreier Blumenerde. Zur Förderung des Pflanzenwachstums enthalten alle Granulat-Erd-Mischungen ausreichend Dünger für die optimale Versorgung der jeweiligen Pflanzen während der ersten Wochen.

Der Anteil an SERAMIS® Pflanz-Granulat, die verwendeten Rohstoffe im Erdanteil sowie die Zusammensetzung des Düngers sind auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Pflanzengruppen abgestimmt:
Die SERAMIS® Balkon-Blumenerde ist mit ihrer besonders hohen Wasserspeicherkapazität als strukturstabiler Nährboden für alle Balkonpflanzen konzipiert. Darüber hinaus stehen sowohl für Rosen als auch für Terrassen- und Solitärpflanzen Spezialmischungen zur Verfügung. Für die besonderen Anforderungen an den Nutzpflanzen-Anbau runden Bioerden (für zarte Keimlinge und Kräuter, für aromatische Tomaten sowie für einen ertragreichen Gemüse-Anbau im Hochbeet) das Konzept ab. Die SERAMIS® Blumenerde ist als Multitalent für Grün- und Blühpflanzen draußen wie drinnen geeignet.

Die torffreie Basis-Erde ist ausschließlich aus nachhaltigen Rohstoffen zusammengesetzt:
Während Grünkompost viele Nährstoffe liefert, sorgen integrierte Holzfasern für eine beständige, lockere Struktur und Kokosfasern für eine gute Wasseraufnahme und -verteilung. Ausgewählter Rindenhumus optimiert zusätzlich sowohl die Nährstoffversorgung, als auch die Wasseraufnahme und die Luftführung.

Das gesamte Sortiment unterliegt den strengen Kontrollen im Rahmen der SERAMIS® Qualitätssicherung, die unter anderem in Zusammenarbeit mit der LUFA Nord-West erfolgt.

Regelmäßige Kontrollen durch die Staatschule für Gartenbau und Landwirtschaft der Universität Hohenheim sichern zusätzlich die Qualität.

Die torffreie Basis-Erde ist ausschließlich aus nachhaltigen Rohstoffen zusammengesetzt:
SERAMIS® Pflanz-Granulat, Kokosfaser, Holzfaser, Grünkompost und Rindenhumus.

Der Einsatz von torffreien Substraten trägt zum Schutz der ökologisch bedeutsamen Moorlandschaften und somit zum Klimaschutz bei.

Wie nahezu alle organischen Düngemittel weist auch das in den SERAMIS® Bioerden eingesetzte Hornmehl naturgemäß einen spezifischen, intensiven Eigengeruch auf.

Darüber hinaus kann es zu einem landläufig als „Uringeruch“ bezeichneten Geruch kommen, der durch die Stickstoff (N) - Wasserstoff (H) - Verbindung Ammoniak (NH3) verursacht wird.

Ammoniak entsteht in der SERAMIS® Bio-Hochbeeterde durch zwei aufeinanderfolgende Prozesse:

1.         Durch natürliche, mikrobielle Aktivität entsteht aus Stickstoffbestandteilen in der Biomasse der Erde die stickstoffhaltige Verbindung Ammonium (NH4+).

2.         Die anschließende Umwandlung von Ammonium in Ammoniak ist ein natürlicher chemischer Prozess. Gelangt Ammoniak als Gas in die Luft, verursacht es den typisch scharfen Geruch.

Höhere pH-Werte begünstigen die Ammoniak-Bildung.
Torffreie Erden, wie die SERAMIS® Erden, haben aufgrund der eingesetzten Rohstoffe einen höheren pH-Wert als torfhaltige Substrate, so dass sich in torffreien Erden leichter Ammoniak bilden kann.